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Erinnern an die Verbrechen der Nazis und deren Opfer wird immer nötig bleiben

Heute jährt sich die Befreiung von Ausschwitz zum 76. Mal und der heutige Tag ist gleichzeitig der internationale Gedenktag der Opfer des Holocaust, deswegen ist es unsere Aufgabe die Geschichte am Leben zu erhalten, damit sie sich niemals wiederholen kann. Denn die Schicksale von Millionen von Menschen, die von dem Nazi-Regime verfolgt, gefoltert und ermordet wurden, dürfen nicht zu nur einem Datenpunkt im Geschichtsbuch werden. Die Erinnerung muss lebendig bleiben, um auch für zukünftige Generation erreichbar zu bleiben. 

 

Aktuell steht unsere Erinnerungskultur wieder und wieder unter Beschuss von Politikern, die einen Schlussstrich unter der Geschichte fordern oder die Naziverbrechen schlicht nicht ernst nehmen wollen. Den Leugner, Geschichtsverdrehen und Opportunisten darf dafür kein Raum gelassen werden. Wir leben aber in einer Zeit, in der Nazibanden unentdeckt mordend durchs Land ziehen können (NSU), Politiker im Privathaus von Nazis aufgesucht und ermordet werden (Walter Lübke) oder Bewaffnete in eine Synagoge eindringen wollen (Halle, Oktober 2019). Die deutschen Verbrechen durch die Nazis lassen sich nicht wegdiskutieren, ebenso wenig wie die Gefahr, die heute von der extremen Rechten ausgeht egal ob Braun, Blau oder querdenkend.

 

Deswegen gedenken wir heute der Juden, Christen, Sinti und Roma, Menschen mit Behinderung, Homosexuellen, politisch Andersdenkenden sowie Männern und Frauen des Widerstandes, Wissenschaftlern, Künstlern, Journalisten, Kriegsgefangenen und Deserteuren, Greisen und Kindern an der Front, Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern und der Millionen Menschen, die unter dem Nazi-Regime entrechtet, verfolgt, gequält und ermordet wurden.