Koblenzer Jusos erinnern: Befreiung durch die Alliierten am 21.03.1945

 

73 Jahre sind nun vergangen seit dem Ende des zweiten großen Kriegs im 20. Jahrhundert. Mittlerweile gibt es immer weniger Menschen, die das Grauen mit eigenen Augen gesehen, am eigenen Leib erfahren haben.
Umso wichtiger ist es, an diesem 73. Jahrestag der Befreiung Koblenz von den Nazis genau hinzuhören, was die Opfer zu berichten haben und diesen für die Rhein-Mosel-Stadt wichtigen Tag nicht zu vergessen.


Am 21. März 1945 rückten die Alliierten immer näher. Koblenz war während des Kriegs ein strategisches Ziel. Ca. 50.000 Spreng- und 690.000 Brandbomben fielen. Versorgungsrouten entlang der beiden Flüsse verliehen der Stadt und somit auch der gesamten Region eine besondere Bedeutung und bis zur Befreiung vom Nationalsozialismus war Rheinland-Pfalz Schauplatz heftiger Kämpfe. Ab Mitte Februar nahm die US-Armee zunächst Prüm ein. Es folgten das fast komplett zerstörte Bitburg und Trier. Mit der Überschreitung des Rheins über die Brücke von Remagen, aber auch an anderen Stellen, war der Weg nach Deutschland weit geöffnet und der Widerstand oft nur gering. Die Bevölkerung der Stadt Koblenz wurde bereits im Januar 1945 weitgehend evakuiert, sodass die Alliierten nur auf wenig Widerstand stießen und die Stadt innerhalb von 4 Tagen komplett einnehmen konnten. Der 21. März war der Tag der Befreiung, der Tag des Neuanfangs.
Mit dem Wissen um die Grauen des zweiten Weltkriegs haben die Väter und Mütter des Grundgesetzes Artikel 1 formuliert: „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ Ein Blick in die Welt zeigt, dass der Satz nichts von seiner Berechtigung verloren hat.
Auf den Trümmern des Krieges erwuchs der Traum einer besseren Welt.

 

Der 21. März 1945 hat uns gezeigt, dass wir dem Faschismus nicht ohnmächtig gegenüberstehen. Dieser Tag hat uns die Chance für eine friedliche Zukunft eröffnet. So ist es unsere Aufgabe, eine Zukunft ohne Krieg und Faschismus zu gestalten.